In wirtschaftlich turbulenten Zeiten kurz eine positive Nachricht: Deutschland zählt zu den top-automatisierten Volkswirtschaften weltweit. 429 Roboter arbeiteten 2023 pro 10.000 Beschäftigte, hat die International Federation of Robotics (IFR) ermittelt. Damit liegen wir im weltweiten Vergleich auf Platz vier. Stärker sind nur China (470), Singapur (770) und Südkorea (1.012). Deutlich schwächer sind beispielsweise die USA (295), Italien (228), Frankreich (186) und Spanien (174).

Fachkräftemangel in der Industrie als Treiber der Automation
Einer der Gründe für den Automations-Boom: der Arbeitskräftemangel. „Es wird zunehmend schwerer, Menschen für Routinetätigkeiten zu begeistern, etwa für das Einlegen von Bauteilen in Spritzgussmaschinen“, bestätigt Alexander Mühlens, Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation beim Kölner Unternehmen igus – ein Hersteller von Energieketten, Gleitlagern und Automationstechnik aus Köln mit einem Umsatz von 1,136 Milliarden Euro in 2023.
Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bestätigen: 43 Prozent der Unternehmen können offene Stellen zumindest teilweise nicht besetzen, wobei es die Industrie besonders hart trifft. igus hat deshalb eine Initiative namens ‘No boring jobs‘ gestartet, die ermüdende Tätigkeiten in Fertigung und Logistik automatisiert. So kann das Unternehmen trotz Arbeitskräftemangels erfolgreich weiterproduzieren.
igus automatisiert kostengünstig tausende Prozesse in Fertigung und Logistik
igus treibt die Automation in schnellen Schritten voran: An über 6.500 Stellen in Fertigung und Logistik kommen bereits Roboterlösungen zum Einsatz. Ein Beispiel: die Spritzgussmaschinen. Ein ‚boring job‘ ist es hier, den Anguss von Spritzgussteilen zu entfernen. Was bislang mühevolle Handarbeit war, hat das Unternehmen mit sogenannten Angusspickern automatisiert.
Die Lösung funktioniert wie folgt: Öffnet sich die Form der Spritzgießmaschine, greift ein Schwenkarm seitlich in die Maschine ein. Ein Greifer entnimmt den Anguss und lässt ihn in eine Kiste fallen. Ist die Kiste voll, kann sie der Rebel Move von igus – ein flaches, autonomes Logistikfahrzeug – huckepack nehmen und abtransportieren.
igus beweist eindrucksvoll: Automation muss nicht teuer sein. Das Unternehmen nutzt ausschließlich Komponenten von RBTX, ein Online-Marktplatz, auf dem sich Komponenten der Low-Cost-Robotik nach dem Baukastenprinzip zu Automationslösungen kombinieren lassen – darunter Roboter, Vision Systeme und Greifer. 95 Prozent dieser Lösungen kosten laut igus unter 12.000 Euro. Eine dieser Lösungen ist beispielsweise ein Inklusionsarbeitsplatz.
Automation muss auch nicht kompliziert sein. Software macht es möglich, Bewegungsbahnen von Robotern mithilfe eines digitalen Zwillings festzulegen – in wenigen Minuten, ohne Programmierkenntnisse und ohne teuren Systemintegrator.
IFR sieht hohes Potential für Low-Cost-Robotic
Die International Federation of Robotics (IFR) sieht für Low-Cost-Robotic ein hohes Marktpotential. Warum? Weil die meisten Fertigungsunternehmen kleine und mittlere Unternehmen seien. Hier behinderten hohe Anfangsinvestitionen und Gesamtbetriebskosten oftmals die Einführung von Industrierobotern. Low-Cost-Automation ist kostengünstig und unkompliziert. Und besonders geeignet für Anwendungen mit geringen Anforderungen an Präzision, Nutzlast und Lebensdauer.
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