Haben Sie schon darüber nachgedacht, auf ein E-Auto umzusteigen? Sie sind nicht allein. 35.949 Pkw mit Elektroantrieb wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Februar 2025 zugelassen – das sind 30,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 17,7 Prozent der Neuzulassungen. Ein Grund zur Freude für die Umwelt? Naja, denn wirklich nachhaltig ist E-Mobilität erst dann, wenn für die hunderte Kilogramm schweren Akkupacks eine Recycling-Lösung gefunden wird. Sie verursachen in der Produktion bis zu zehn Tonnen C02.
Herausforderung der E-Mobilität: 2030 gibt es bis zu sechs Millionen gebrauchte Batterien
Ich habe mich in der Branche nach Lösungsansätzen für das Batterie-Recycling umgesehen. Dabei bin ich auf das Start-up Circunomics aus Mainz aufmerksam geworden. Wie vielversprechend die Technologie ist, verrät schon ein Blick auf die Liste der Investoren: darunter finden sich Dr. Peter Mertens, ehemals Entwicklungsvorstand von Audi und Volvo Cars und Bram Schot, früherer Vorstandsvorsitzender von Audi. Ich habe mich daher mit Felix Wagner, Gründer und Geschäftsführer von Circunomics zusammengesetzt, um mehr über die Technologie zu erfahren.
„Im Jahr 2030 werden alleine im Automobilsektor zwischen 200 und 300 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen der Welt unterwegs sein. Das bedeutet, dass dann jedes Jahr etwa fünf bis sechs Million gebrauchte Batterien als Rückläufer aus Altfahrzeugen auf den Markt kommen“, sagt Felix Wagner, Gründer und Geschäftsführer von Circunomics. „Diese Batterien wiederzuverwenden oder gezielt zu recyceln ist eine Mega-Aufgabe, die gelöst werden muss.“
Die Lösung des Start-up Circunomics: Batterien aus E-Autos ein zweites Leben schenken
Denn diese sind wahre Kraftprotze. Sie überstehen Schnellladungen bis 100 kW und funktionieren auch bei hohen Plus- und Minusgraden zuverlässig. Sind sie für den Leistungssport, die E-Mobilität, dann irgendwann zu schwach, können sie aber immer noch in der Regionalliga spielen – etwa als Stromspeicher für Solaranlagen. Um Akkus aus E-Autos in der Kreislaufwirtschaft zu halten, hat Cirunomics einen digitalen B2B-Marktplatz gebaut. Dort kann beispielsweise ein Automobilhersteller gebrauchte Batterien inserieren.

So weit nicht ungewöhnlich. Interessant ist folgendes: Circunomics hat eine KI-unterstützte Software entwickelt, die sich in das IT-System des Autoherstellers einbinden lässt. Dort kann sie auf Daten der Batterien zugreifen – etwa auf Ladezyklen, Reichweite, Temperaturdaten und Zellspannung. Daten, die der Hersteller ohnehin laufend sammelt, um sie bei Reparaturen an Vertragswerkstätten zu übermitteln. Eine zeitaufwendige mechanische Prüfung der Batterien wird somit überflüssig. Mithilfe dieser Daten sucht die KI-Software dann den Idealen Partner für das Second-Life.
Bislang hat Circunomics etwa eine Gigawattstunde über die Plattform gehandelt. Das entspricht in etwa 300 Lkw-Ladungen Batterien. Ziel ist eine Steigerung auf über drei Gigawattstunden in 2026. Das entspricht aus heutiger Sicht knapp 50.000 Komplettbatterien aus aktuellen Mittel- und Oberklasse-Pkw.
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Das Thema Batterierecycling zeigt, wie wichtig eine kluge Kommunikation ist. Technologien brauchen klare Botschaften, um Stakeholder, Investoren und Kunden zu überzeugen. Genau hier setze ich an: Mit Pressearbeit für Unternehmen aus Industrie und Technologie sorge ich dafür, dass Innovationen Gehör finden – mit Pressemitteilungen, Anwenderberichten und Fachartikeln. Ich freue mich auf Ihr Projekt!